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Das Internet - Geschichte und Entwicklung
Wie alles begann |
Weltweit längst selbstverständlich und unentbehrlich geworden, ist das Internet doch eine sehr junge Technologie - sieht man einmal ab von der grundsätzlich benötigten Entwicklung der Signaltransport-Elektrik (Morsetelegraphie 1837, Telefon 1876), der Erfindung des Computer durch Konrad Zuse (Z3, 1941) sowie dem modernen Hypertext-Konzept von 1945.
Im Zeitalter des Kalten Krieg zwischen Ost und West entwickelt sich ab 1959 im Verteidigungsministerium der USA das militärisch motivierte Projekt ARPA, zur Erforschung von neuen Möglichkeiten der Kommunikation und Datenübertragung.
Nach diversen ersten Ideen und Netzwerk-Konzepten (Dezentral/Zentral, Netzwerk-Protokolle, Datenpaketsplitting etc.), Versuchen und Ausschreibungen geht 1969
das erste Internet (=Verbindung & Kommunikation von mehreren Computer) unter dem Namen ARPANET online.
Es besteht aus einer Vernetzung per Telefonleitung von 4 Grossrechnern an verschiedenen Universitäten/Instituten der USA. Der erste Versuch ein Datenpaket zu transportieren, bestand übrings aus der Übermittlung des einfachen Wort Login.
Es folgen 1972 die Erfindung der Email-Kommunikation unter dem heute noch gültigen Standard client@host. Sowie beginnend 1973 die Entwicklung des Transportprotokoll-Standard TCP/IP und 1979 die Einrichtung des ersten Usenet (Diskussionsforen, Newsgroups - ursprünglich auf Basis des UUCP-Protokoll).
1977: Gründung von Microsoft und Apple.
Neben der nur langsam zunehmenden Vernetzung von Rechnern die ausschliesslich der militärischen Forschung vorbehalten sind, gründen sich nun auch wissen-
schaftliche Netzwerke.
Ab 1982 kommt das Internet endlich auch in Europa und Deutschland an.
Genutzt auch hier vorerst nur von Universitäten und Institutionen.
Mit Einführung des Dienstes DNS (Domainname-System) im Jahre 1983, ist die Auflösung einer Rechner-IP über die Eingabe eines Domainnamen möglich.
Als erste Domain weltweit wird 1985 Symbolics.com registriert (weltweit registrierte Domainnamen Ende 2005: 83,0 Millionen).
1989 beginnend, wird das eigentliche www (worldwideweb) als neuer Internetdienst, aufbauend auf das Hypertext-System, in der Schweiz entwickelt und 1993 der Öffentlichkeit vorgestellt.
Der endgültige Durchbruch zum Business- und Massenmedium beginnt, nach freigegebener Kommerzialisierung 1990, etwa ab 1995 mit langsam einsetzenden Internetmarketing/e-commerce und dem forcierten Vertrieb von privaten Internetzugängen. In dieser Zeit entstehen heutige Globalplayer wie Yahoo, ebay oder Amazon.
Nach ~ 160.000 Hosts (Host=Internetserver) im Jahre 1989, sind nur 5 Jahre später bereits rund 4 Millionen (!) Hosts registriert.
Nach zahlreichen neuen Programmiersprachen, Anwendungen und Protokollen wird 1993 der erste vollwertige Internet-Browser, geeignet für die Darstellung von Texten und Grafiken, unter dem Namen NCSA-Mosaik vorgestellt. 1994 folgt der Netscape Navigator 1.0, 1996 der erste Internet Explorer - Browser.
Die nun inflationär ansteigende Zahl an Webseiten macht die Entwicklung von Ordnungsinstrumenten in Form von Suchmaschinen erforderlich. Die ersten Versionen (The Wanderer, Webcrawler, Exite u.a.) gehen 1993/94 online, gefolgt von ersten kommerziellen Entwicklungen (Infoseek, AltaVista, Inktomi) und dem ersten Webverzeichnis namens Yahoo.
1998 wird Google Inc. gegründet (als Garagenfirma, wie viele andere Internetlabels zuvor) und startet im atemberaubenden Tempo seinen Siegszug durch das Web. Neben der Entwicklung innovativer Suchmaschinentechnologien baut Goolge in den Folgejahren sein Portfolio konsequent aus. "Das komplette Internet aus 1 Hand", (auch Browser und Hardware nicht ausgeschlossen) scheint die langfristige Zielsetzung zu sein. Zug um Zug werden alle relevanten Bereiche der Wertschöpfungskette mit eigenen Angeboten besetzt. Die daraus resultierenden Synergieeffekte vergrössern den Vorsprung vor Mitbewerbern noch zusätzlich und machen Google gegenwärtig zum Monopolisten und weltweit grössten Informationsbroker für öffentliche aber auch personenbezogene Daten.
In Deutschland sind erste private Internetzugänge ab 1990 möglich und werden da noch kostspielig, zunächst eher zörgerlich angenommen. Die bereits interaktiven Vorläufer Bildschirmtext (Btx) und Datex-J (vorgestellt 1977, bundesweite Freigabe erst 1983, Interneteinwahl über externe Anbieter bereits möglich), hatten knapp 1 Millionen Nutzer, trotz weitreichender staatlicher Reglementierungen. Im Jahr 2000 verfügen etwa 20% aller deutschen Haushalte über einen Internet-
zugang, 2005 sind es bereits oder erst 60%, bei nur noch geringen Zuwächsen in den Folgejahren 2006 und 2007.
Im Durchschnitt der Industrienationen gesehen, ein mittlerer Wert.
Die nächste Zukunft des Internets wird bestimmt sein, vom Ausbau und der verstärkten kommerziellen Nutzung der Breitband und Satelliten-Datenübertragung insbesondere für Musik, Filme, Games, Shopping und Kommunikation.
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